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Katharina Kutsche

Katharina Kutsche arbeitet als Wirtschaftsredakteurin in der Niedersachsen-Redaktion bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und engagiert sich dort im Betriebsrat. Vor ihrer Zeit im Journalismus war sie 18 Jahre Polizeibeamtin in Hannover – und stellt immer wieder fest, dass beide Berufe durchaus einiges gemeinsam haben.


Ich habe ein Herz für Lokaljournalismus, weil …
… es keine langen Dienstreisen braucht, um Geschichten zu finden und gut zu recherchieren. Im Lokalen sind wir dichter an den Menschen.

Betriebsratsarbeit ist wichtig, weil …
… die Belegschaft durch das Gremium eine laute Stimme hat und Neues im Unternehmen mitgestalten kann. Gerade bei aktuellen Themen wie KI-Einsatz im Journalismus ist das entscheidend.

Das Beste an Hannover ist …
… das Grüne, die genau richtige Größe und die Vielfalt.

Das Beste an meiner Arbeit ist, …
… dass ich täglich etwas Neues lerne. Das hat mich schon an meinem alten Beruf gereizt und setzt sich hier fort – zugegebenermaßen mit teils anderen Methoden …

Mein typischer Arbeitsalltag …  
… besteht aus Terminen, Konferenzen und viel Schreiben. Und aus dem Kantinenbesuch um 12 Uhr, auf die Uhrzeit legt mein Team leider großen Wert.


Ich denke immer noch gerne …
… an meine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule zurück. Es war eine intensive Zeit, aber ich zehre täglich von dem, was ich in München gelernt habe.

Mein Lieblingsmedium ist …
… neben der HAZ die Süddeutsche Zeitung, bei der ich mehrere Jahre als Pauschalistin arbeiten durfte.

Ich möchte beruflich noch erleben, …
…eine Reportage in den USA zu recherchieren, z. B. in den VW-Werken in Tennessee und South Carolina oder in Hanover, New Hampshire, über die Verbindung zur deutschen Namensvetterin.

Wer in meiner Branche arbeiten möchte, sollte …
…neugierig und lernwillig sein und sich für konkrete Themen interessieren, bevor man sich auf Formate festgelegt.

Mitglied in einem Berufsverband zu sein ist wichtig, weil …
…wir nur so echte Verbesserungen für alle in der Branche erreichen können. Der Organisationsgrad ist in vielen Redaktionen leider ein Trauerspiel.

In meiner Freizeit …
…kümmere ich mich gern um meinen Garten und die Katzen meiner Schwester. Über beides schreibe ich ab und zu „Lüttje Lagen“, die Hannover-Glosse der HAZ.

Ich möchte Kolleg*innen unbedingt empfehlen, …
… die Angebote der New York Times, z. B. die tagesaktuellen Newsletter zum Weltgeschehen und zum Kochen, zu lesen.

Interview: Lisa Stegner
Foto: Nick Neufeld/HAZ