Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Niedersachsen

Niedersächsischer Journalistentag 2022

Die Jahresversammlung des DJV-Landesverbandes Niedersachsen findet am Samstag, 30. April 2022 im Leibnizhaus in Hannover statt.

Zwei Jahre lang hat die Pandemie Auswirkungen auf die Jahresversammlungen des DJV Niedersachsen gehabt. In diesem Jahr soll es neben den Formalien auch wieder stärker inhaltlich werden. „Wie lässt sich die lokaljournalistische Vielfalt fördern? Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis“ heißt das Thema zu dem Leyla Dogruel (Foto), Juniorprofessorin am Institut für Publizistik der Universität Mainz, eingeladen wurde. Angefragt sind weitere Expert*innen für eine Podiumsdiskussion.

Auf dem Programm stehen in diesem Jahr außerdem die Delegiertenwahlen für den DJV-Verbandstag im November, die Wahl zur einem neuen Vorsitzenden/einer neuen Vorsitzenden für den Fachausschuss Freie, die Verabschiedung des Etats und die Abstimmung über die in gendergerechte Sprache überarbeitete Satzung.

Getagt wird unter 3G-Bedingungen. Geimpfte/Genesene werden um einen zusätzlichen tagesaktuellen Test gebeten.

Termin: Samstag, 30. April ab 10.30 Uhr

Ort: Leibnizhaus am Holzmarkt in Hannover

Der Niedersächsischer Journalistentag als höchstes Organ

Der Niedersächsische Journalistentag bestimmt die Richtlinien unserer Verbandspolitik. Er ist insbesondere zuständig für:

  •     Beschlussfassung über die Satzung und Satzungsänderungen
  •     die Entgegennahme des Jahres- und des Kassenberichts des Landesvorstandes
  •     die Entgegennahme des Berichts der Kassenprüfer
  •     die Beschlussfassung über die Entlastung des Landesvorstandes
  •     die Wahl des Landesvorstandes
  •     die Wahl zweier Kassenprüfer
  •     Abberufung des Landesvorstandes oder eines seiner Mitglieder
  •     Wahl der Delegierten zum DJV-Verbandstag
  •     Wahl der Mitglieder des Schlichtungsausschusses
  •     Wahl der Fachgruppenvorsitzenden
  •     die Bildung von Ausschüssen
  •     die Festsetzung des Mitgliedbeitrages
  •     die Beschlussfassung über Anträge
  •     die Ernennung von Ehrenmitgliedern
  •     Auflösung des DJV-Landesverbandes Niedersachsen

Tagesordnung / Ablauf

  • 10.00 Uhr Öffnung des Tagungsbüros
  • 10.30 Uhr Beginn des Journalistentages
     
  • Top 1 Begrüßung
  • Top 2
    Wahl des Tagungspräsidiums
    Wahl der Mandatsprüfungskommission und der Wahlhelfer*innen
    Grußwort des Bundesvorstandes
  • Top 3
    Bericht des Landesvorstands
    Bericht der Kassenprüfer*innen
    Aussprache
  • Top 4 Entlastung des Landesvorstands
  • Top 5 Wahl der Delegierten zum DJV-Verbandstag 2022/2023
  • Top 6 Nachwahl: Fachausschuss-Vorsitz Freie Journalist*innen
  • Top 7 Antrag 1: Tarifpolitik des DJV
  • TOP 8 Satzungsändernde Anträge
    Antrag auf Änderung in gendergerechte Sprache
    a.) Satzung (Satzungsänderung)
    b.) Struktur- und Verfahrensordnung  (auch Umbenennung Fachgruppe Online)
  • TOP 9 Sonstige Anträge

ca. 13.00 Uhr: Mittagsimbiss

14.00 Uhr Diskussion „Wie lässt sich die lokaljournalistische Vielfalt öffentlich fördern? Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis“ mit Prof. Dr. Leyla Dogruel, Universität Mainz, und Marc-Stefan Andres, Mit-Gründer des unabhängigen Magazins RUMS aus Münster.

Verschiedenes / Schlusswort

Anmeldung / Kontakt

Bitte senden Sie uns die Anmeldung wegen der Planungen (u.a. für den Mittagsimbiss) unbedingt bis zum Dienstag, 19. April zu.

DJV-Geschäftsstelle

Schiffgraben 15, 30159 Hannover

Tel.: 05 11 / 3 18 08 08

E-Mail: kontakt(at)djv-niedersachsen.de

PDF Anmeldung

Bericht des Vorsitzenden

Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir zurückgeblickt haben – denn der Journalistentag 2021 war ja wegen der Pandemie in den Herbst verlegt worden. Dennoch soll hier eine Bilanz der vergangenen Monate gezogen werden, die immer noch stark von der Pandemie geprägt waren.

Nach wie vor fand die Verbandsarbeit überwiegend digital statt. Vereinzelt konnte sich der Landesvorstand auch in Präsenzsitzungen treffen, unsere Gesamtvorstandssitzungen mussten jedoch virtuell abgehalten werden. An diesem Mix von Präsenz- und Digital-Veranstaltungen werden wir auch nach dem Ende der Pandemie festhalten, denn nicht jede Veranstaltung muss mit einer Reise verbunden sein. Das spart nicht nur Kosten, sondern entlastet in einem Flächenland wie Niedersachsen ehrenamtliches Engagement. Auch unser digitales Fortbildungsangebot wurde weiterhin gut angenommen. Wir werden dieses Angebot weiter ausbauen. Wenn es die Lage erlaubt, werden wir allerdings auch wieder „analoge“ Veranstaltungen anbieten – in unserer Geschäftsstelle in Hannover oder im geselligen Rahmen.

Unsere Landesgeschäftsführerin Christiane Eickmann und ich hatten vielfältige Kontakte mit der Landespolitik. Mit den medienpolitischen Sprechern von CDU und FDP haben wir über das neue Niedersächsische Mediengesetz gesprochen. Insbesondere haben wir in unserem Austausch bemängelt, dass keine Gewerkschaft an der Anhörung im Landtag beteiligt war, sondern nur auf Nachfrage schriftlich eine Stellungnahme abgeben werden konnte.

Mit Innenminister Pistorius haben wir über die Angriffe von Corona-Leugnern und -Leugnerinnen auf die Pressefreiheit gesprochen. Denn die pressefeindliche Stimmung verschärft sich auch in Niedersachsen. So wurde beispielsweise das Gebäude des Delmenhorster Kreisblattes mit schwarzen Hakenkreuzen und dem Wort „Propaganda“ beschmiert. Auf den Boden wurde der Satz „Wir machen Holocaust“ geschrieben. Die Politik muss Vorgänge wie diesen sehr ernst nehmen und auch die Polizei muss entsprechend sensibilisiert werden. Innenminister Pistorius hat unseren Vorschlag aufgegriffen, und es soll einen Austausch zwischen Medienschaffenden und Studierenden der Polizeiakademie geben.

Viel Arbeit gab es auch für die Geschäftsstelle. Unsere Justiziarin Ursula Meschede hat Selbstständige intensiv zu Honoraren, urheberrechtlichen Fragen und Corona-Hilfen betreut. Auf unser Bemühen hin wird der Bundesverband gegen die Funke Mediengruppe eine Verbandsklage führen, um die Rechte der Freien auf angemessene Honorare und Vertragsbedingungen durchzusetzen.

Betriebsräte finden ebenfalls ein offenes Ohr in Hannover. Aktuell sind Ursula Meschede und Christiane Eickmann mit den der Betreuung der Betriebsratswahlen beschäftigt. Auch die Ausgestaltung von Betriebsvereinbarungen zum Mobilen Arbeiten bleiben Thema.

Ein besonderer Dank gilt Karin Labrenz und Franziska Münzberg, sie haben auch unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie dafür gesorgt, dass kein Mitglied lange auf eine Antwort aus der Geschäftsstelle warten musste und jeder Presseausweis rechtzeitig verschickt worden ist.

Auch zahlreiche Arbeitsverträge wurden im vergangenen Jahr in der Geschäftsstelle geprüft, dabei konnten Vertragsbedingungen verbessert werden. In der Branche ist der Stellenmarkt offensichtlich wieder in Bewegung. Leider kann der DJV bei der Zahl der Neumitglieder davon (noch) nicht ausreichend profitieren. Sorge bereitet uns zudem eine Entwicklung, die sich schon in den vergangenen Jahren angedeutet hat: Viele Mitglieder verlassen mit dem Eintritt in Rente oder Ruhestand den DJV. Das ist äußerst bedauerlich, denn die sehr erfolgreiche „Schnuppermitgliedschaft“ für neue, junge Mitglieder kann diese Abgänge nicht kompensieren. Darum plant der Landesvorstand eigene Angebote für die Generation Ü60, damit der Verband auch nach dem aktiven Berufsleben attraktiv bleibt.


Frank Rieger

Bericht des Schatzmeisters

Die Pandemie half Kosten zu sparen – doch das sind nicht nur gute Nachrichten

Die Einnahmen des Landesverbands sind 2021 deutlich weniger stark gesunken als in der Etatplanung angenommen. Gleichzeitig waren die Ausgaben geringer als geplant. Deshalb weist der Jahresabschluss einen Überschuss von 13.500 Euro aus, nach einem Plus von 20.000 Euro im Jahr davor. Für 2022 sieht eine weiterhin vorsichtige Planung einen ausgeglichenen Etat im Gesamtvolumen von 486.750 Euro vor. Die genauen Zahlen finden sich in der ausführlichen Etat-Planung. Alle hier genannten Werte sind zur besseren Verständlichkeit gerundet.

Die Zahl unserer Mitglieder ist 2021 wie in den Vorjahren zurückgegangen. Dennoch blieben die Einnahmen erfreulich stabil und lagen bei rund 484.000 Euro. Das waren nur gut 7.000 Euro weniger als 2020.

Noch stärker zum Überschuss trugen aber die Ausgaben bei. Sie lagen mit knapp 484.000 Euro nur minimal unter den Einnahmen aus Mitgliedsbeträgen und rund 7.000 Euro niedriger als angenommen – trotz vergleichsweise hoher Kosten für die Steuerberatung und die Verbesserung der Netzwerkanbindung der Geschäftsstelle.

Die Einsparungen haben hauptsächlich Corona-bedingte Gründe und sind deshalb nicht durchweg positiv zu sehen.

Dank vermehrter Videokonferenzen sanken die Kosten teilweise rapide:

  • die für Landesvorstandsarbeit um zwei Drittel,
  • die für Bundesvorstandsarbeit auf weniger als die Hälfte, und
  • die für die Arbeit in den Betrieben (vor allem Besuche von Betriebsversammlungen) sowie für Tarifverhandlungen gar um 90 Prozent

Die Bürokosten sanken deutlich, weil die Geschäftsstelle durch verstärktes Homeoffice seltener gereinigt werden musste.
Die Orts- und Bezirksverbände konnten kaum Programm anbieten und schöpften nur 174 Euro des 2.000-Euro-Etats aus.
Der Journalistentag fand angesichts der ungewissen Corona-Lage ohne großes Begleitprogramm statt, war dafür aber wenigstens kostengünstig.

Größte Ausgabeposten blieben und bleiben die Personalkosten. Dabei waren 2021 die 145.000 Euro für die Arbeit in der Geschäftsstelle und die 86.000 Euro für unsere Justiziarin samt der angefallenen Gerichtskosten eine gute Investition im Sinne unserer Mitglieder. Christiane Eickmann, Karin Labrenz, Franziska Münzberg und Ursula Meschede machen einen tollen Job. Sie sind nicht nur für Mitglieder ständig ansprechbar, sondern unterstützen auch den Landesvorstand jederzeit vollauf.

Und 2022? Wir kalkulieren mit weiter sinkenden Mitgliedereinnahmen. Dennoch sollten die Überschüsse aus den Vorjahren nicht angegangen werden müssen, auch weil der Wechsel der Steuerberatung finanzielle Früchte tragen sollte und zumindest ein Teil der Vorstandsarbeit auf Bundes- und Landesebene weiterhin mittels Videokonferenzen erledigt wird. Die stete Mitgliedergewinnung bleibt eine Herausforderung. Zunehmend wichtig erscheint zudem die Ansprache älterer Mitglieder, um sie auch im Ruhestand an den DJV zu binden, nachdem sie ein Berufsleben lang von dessen Arbeit profitiert haben.

Michael Wendt

Vorschau und Pläne für 2022

Auch 2022: DJV-Mitglieder können netzwerken und lernen

Der DJV-Landesverband Niedersachsen lebt vom Austausch. Damit der nicht zu kurz kommt, sind dieses Jahr wieder Aktivitäten geplant, die Journalist*innen zusammenbringen sollen und bei denen es auch noch einiges zu lernen gibt. So sollen in diesem Jahr wieder einige Workshops stattfinden, die den Teilnehmenden das Schreiben fürs Web, WordPress und den Videodreh mit dem Smartphone näherbringen sollen. Auch das Thema Honorarverhandlungen für Freie soll einen eigenen Workshop bekommen.

Auch die Themen Digitale Sicherheit und Investigative Recherche im Lokalen wollen wir aufgreifen. Dabei soll es die Möglichkeit geben, Grundlagen zu lernen, aber auch mit anderen Journalist*innen und Expert*innen ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.

Einige Veranstaltungen planen wir wieder in Präsenz, um den persönlichen Austausch zu fördern, andere online, um auch eine Teilnahme ohne lange Fahrtzeiten und Hotelkosten zu ermöglichen. Wir versuchen eine gute Mischung zu finden und orientieren uns natürlich immer an der aktuellen Infektionslage. Denn: Die Gesundheit geht vor.

Die Veranstaltungen werden immer auf unserer Homepage veröffentlicht. Außerdem informieren wir monatlich in unserem Newsletter und auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen.

Fehlt Ihnen und euch etwas in unserem Angebot? Hinweise nimmt die Geschäftsstelle unter kontakt[at]djv-niedersachsen.de entgegen.

Jan Gesthuizen, Beisitzer im Landesvorstand

Anträge

Dem Niedersächsischen Journalistentag liegt ein Antrag vor.

Außerdem soll über Änderungen zur Satzung und zur Struktur- und Verfahrensordnung in gendergerechte Sprache abgestimmt werden.

Antrag 1

Satzung neu

Struktur- und Verfahrensordnung neu

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