Lars Kaletta

Lars Kaletta SportfotografLars Kaletta ist als freier Sportfotograf tätig und berichtet seit 18 Jahren für die Bild-Zeitung über Hannover 96. Genau so lange ist er bereits Mitglied im DJV Niedersachsen.

Lars Kaletta wächst in Wolfsburg auf und studiert nach dem Abitur Forstwissenschaften. Daneben ist der leidenschaftliche Hobby-Fotograf für die Agentur seines Onkels, den Göttinger Sport Dienst tätig. „Dadurch, dass ich selbst relativ sportlich war, hatte ich einfach einen Bezug zu schnellen Objekten“, erklärt der dreifache Familienvater, der so nach und nach in das Zeitungsgeschäft reinschnuppert und sich schließlich – auch aufgrund der damals schlechten Berufsaussichten in seinem Studienfach – voll auf die Sportfotografie konzentriert.

2001 wechselt er als fester freier Mitarbeiter für den Axel-Springer-Verlag nach Hannover und begleitet seitdem die tägliche Berichterstattung der Bild-Zeitung über Hannover 96. Daneben ist er auch für die Handball-Berichterstattung zuständig und fotografiert weiterhin für den Göttinger Sport Dienst. Zu seinen anderen Auftraggebern zählen etwa der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen, der Niedersächsische Turner-Bund und die Deutsche Messe AG.

Im gleichen Jahr trat der heute 46-Jährige auf Empfehlung von Kollegen dem DJV bei, nachdem er zuvor bereits einige Jahre Mitglied im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) war. „Ich empfinde es als Vorteil, wenn der Berufsverband auch in der eigenen Stadt vertreten ist“, sagt Lars Kaletta. „Die kurzen Wege sind nicht nur bei Fragen oder Schwierigkeiten hilfreich, sondern auch bei Workshops vor Ort.“

Eine besondere Erinnerung verbindet der Sportfotograf, der seit einigen Jahren auch ehrenamtlich als Fotografen-Verbindungsmann bei Hannover 96 fungiert, mit dem Pokalspiel zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig im Oktober 2003. „Es herrschte schlechtes Wetter, die Fans zündeten Feuerwerk und warfen es während der Aufwärmphase auf den Rasen. Ein Braunschweiger Spieler sprang in dem Augenblick darüber hinweg, als ich den Auslöser drückte.“ Sein Bild „Der Raketenmann“ wurde als „Sportfoto des Jahres“ mit dem „Sven-Simon-Preis“ ausgezeichnet.

Als Herausforderung empfindet der Freiberufler die teure Technik, die oftmals schwierig zu refinanzieren sei. Ein Objektiv kostet schon mal 10.000 bis 12.000 Euro und hält dann fünf bis sechs Jahre. Anderes Equipment, etwa Kamera-Gehäuse, müsse wesentlich häufiger ausgetauscht werden.

Mit Rückblick auf 20 Jahre beruflicher Tätigkeit im Fußballgeschäft wünscht sich Lars Kaletta, dass wieder mehr Emotionen gezeigt würden: „Früher waren die Möglichkeiten, die menschliche Seite des Fußballs zu zeigen, viel größer. Heute ist alles nach festen Abläufen strukturiert und die Personen wirken oft unnahbar. Es fehlen Identifikationsfiguren wie Steven Cherundolo oder Altin Lala.“

Text: Lisa Stegner / Foto: Oliver Vosshage