Deutscher Journalisten-Verband Landesverband Niedersachsen

Mehr Schutz gegen Hass und Angriffe / Transparenzgesetz für Niedersachsen

Anträge und Resolutionen beim Niedersächsischen Journalistentag 2020

Hass, Beleidigung und Bedrohungen werden vor allem in den Sozialen Medien immer drastischer, auch per Brief oder Telefonanruf werden Medienschaffende eingeschüchtert und auf Demonstrationen immer häufiger tätlich angegriffen.

Der niedersächsische Landesverband des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) hat darum eine bessere Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen im Umgang mit Hassrede und Bedrohungen gefordert. Arbeitgeber sollten die Social-Media-Teams in den Redaktionen personell besser ausstatten, heißt es in der auf dem Journalistentag einstimmig verabschiedeten Resolution.

Zudem sollten Polizeibeamte besser geschult werden, um Journalistinnen und Journalisten, die von Demonstrationen berichten, vor Angriffen zu schützen. Dazu gehöre es auch, den bundeseinheitlichen Presseausweis zu kennen.

Ebenfalls einstimmig beauftragte die Versammlung den Landesvorstand, sich bei der niedersächsischen Landesregierung für die Einführung eines Transparenzgesetzes einzusetzen, das sowohl Medienschaffenden als auch Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu amtlichen Informationen ermöglicht. „Dass Niedersachsen als einziges Bundesland außer Hessen, Sachsen und Bayern so ein Gesetz nicht hat, ist peinlich“, sagte der Landesvorsitzende Frank Rieger.

In einem Beschluss zur Beitragsordnung sprachen sich die Mitglieder für eine zeitlich begrenzte Änderung aus, die eine ermäßigte  "Schnuppermitgliedschaft" für junge Redakteure und freie Journalistinnen sowie für Volontäre und Studierende vorsieht.

Resolution Schutz vor Hass und Angriffen zum Download

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