News aus Niedersachsen

26. Juni 2014

DJV

30 Kündigungen schlimmer Kahlschlag für Delmenhorster Kreisblatt

„Das ist ein Kahlschlag, wie ihn das Delmenhorster Kreisblatt kaum schlimmer hätte treffen können“, kritisiert Christiane Eickmann, stellvertretende Vorsitzende im DJV Niedersachsen, die Pläne des Osnabrücker Medienhauses.

 

Danach drohen in Delmenhorst  mehr als  30 Kündigungen. Zu Wochenbeginn war bekannt geworden, dass das Delmenhorster Kreisblatt vom Osnabrücker Medienhaus übernommen wird. Die überregionalen Inhalte sollen  künftig aus Osnabrück geliefert werden.


Neben sechs Kündigungen im Bereich des Newsdesks sind auch die EDV-Abteilung (3 Kündigungen), Satz und Vorstufe (11) sowie Buchhaltung und Anzeigen (11) betroffen. Dies wurde in Delmenhorst aus zuverlässigen Quellen im Verlag bekannt. „Es ist beschämend, wenn die Geschichte einer traditionsreichen Zeitung, wie die des Delmenhorster Kreisblatts, so zu Ende geht“, bedauerte Eickmann am Donnerstag in Hannover.
   
Das „Delmenhorster Kreisblatt“  mit einer Auflage von rund 16000 verkauften Exemplaren wurde vor 182 Jahren gegründet und zählt zu den ältesten Zeitungen Niedersachsens. Das Osnabrücker Medienhaus, das auch die „Neue Osnabrücker Zeitung“ herausgibt, will zum 1. Januar 2015, die Zustimmung des Kartellamts vorausgesetzt, 75 Prozent der Anteile der neuen Delmenhorster Verlagsgesellschaft „DK Medien“ übernehmen. Betroffen ist auch das im Delmenhorster Verlag erscheinende Sonntagsblatt.