Madsack baut massiv Stellen bei der NWZ in Oldenburg ab
Seit Jahresbeginn ist die Nordwest-Zeitung (NWZ) zu 100 Prozent Teil der Madsack Mediengruppe. Nun hat der Konzern bekannt gegeben, wie viele Stellen in der NWZ abgebaut werden.
Konkret: Bei der NWZ werden in Redaktion und Service-Pool 44,5 Stellen gestrichen bzw. verlagert. 25 Stellen sind in anderen Konzernteilen von Madsack neu ausgeschrieben worden, 19,5 Stellen werden ganz wegfallen.
Der ganze Prozess soll bis zum 31. 12. 2027 abgeschlossen sein. Von den 25 neu ausgeschriebenen Stellen verbleiben 21 am Standort Oldenburg, vier CVD-Stellen wandern zum Standort Hannover. Der Betriebsrat wird in Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten. Der DJV unterstützt seine Mitglieder durch individuelle Beratung.
„Wir investieren weiter intensiv in die Zukunft von regionalem Qualitätsjournalismus“, hatte Madsack-Konzernchef Thomas Düffert zur Übernahme der NWZ im September gesagt.
„Der jetzige Abbau trifft keineswegs nur Kolleg*innen, die in den Mantelressorts arbeiten, für die Inhalte nun aus Hannover kommen“, kritisiert DJV-Landesgeschäftsführerin Christiane Eickmann. Das Sparprogramm verunsichere nicht nur zahlreiche Redakteur*innen, die um ihre Jobs fürchten, es verschlechtere auch die lokale Berichterstattung. „Werden Teams kleiner, fallen zwangsläufig Themen weg.“