Journalistentag in Hannover
Ehrungen und Diskussion
08. Mai. 2010 –Presseinformation:
Egon Barner und Georg Luze für über 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt
DJV diskutiert Zukunft der Tageszeitungen
Hannover. Am vergangenen Samstag hat der DJV Landesverband bei seinem diesjährigen Journalistentag in Hannover Egon Barner und Georg Luze für über 60 Jahre Mitgliedschaft im DJV ausgezeichnet. Luze war lange Jahr Chef vom Dienst der Braunschweiger Zeitung. Barner brachte zur Feier seinen ersten Presseausweis von 1951 mit, der ihn als Berichterstatter des Wiesbadener Kurier auswies.
Der niedersächsische Landesvorsitzende Frank Rieger zeichnete anschließend noch acht Journalistinnen und Journalisten für 25 Jahre im DJV aus. Dazu zählten der ehemalige NDR Hörfunkchef Jürgen Köster, der Musikexperte Uli Kniep und die Redakteurin der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Veronika Thomas.
Unter dem Titel „Die Tageszeitungen- ein Auslaufmodell“ diskutierten die rund 50 Teilnehmer über künftige Entwicklungen auf dem Zeitungsmarkt. Mit Kajo Döhring, dem Hauptgeschäftsführer des DJV, Peter Taubald, dem Chefredakteur und Geschäftsführer der Heimatzeitungen und Leif Kramp, wissenschaftlichem Mitarbeiter der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation war das Podium fachlich gut besetzt. Die Medienentwicklung in den letzten Jahren unterstreicht nach Ansicht von Kramp den Trend weg vom gedruckten Medium hin zum Multimedia Angebot des Internets. Gleichzeitig würde das feste Personal in den Redaktionen radikal reduziert. Die Anzahl der freien Mitarbeiter würde deutlich steigen. Taubald verwies auf zunehmende Abonnentenzahlen bei überregionalen Zeitungen wie der Südddeutschen oder Wochenzeitungen wie der ZEIT. Bei Lokalzeitungen sei es jedoch notwendig sowohl webbasierte Informationsangebote wie Myheimat.de von Madsack als auch Printprodukte anzubieten. Die Verlage müssten crossmedial denken und agieren. Einer Forderung, der sich auch Kajo Döhring anschloss aber gleichzeitig auch warnte, den Wandel für Kürzungen auf dem Rücken der Mitarbeiter auszunutzen. Es sei weiterhin möglich mit Zeitungen Geld zu verdienen.
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