Tarifrunde 2008

Warnstreiks in 16 niedersächsischen ...



27. Okt. 2008 – Journalisten fordern ernsthaftes Verhandlungsangebot von Verlegern -

Mit Warnstreiks in 16 niedersächsischen Tageszeitungen erhöht der Deutsche Journalistenverband (DJV) in Niedersachsen den Druck auf die Verleger. Von den Ausständen sind in Niedersachsen viele Zeitungen des Madsack- Verlages wie die Heimatzeitungen, die Hannoversche Allgemeine  Zeitung und die Neue Presse oder das Göttingen Tageblatt betroffen.
Aber auch bei vielen anderen kleineren Zeitungen in Niedersachsen  treten Journalisten vorübergehend in den Streik. Als „Lachnummer“ bezeichnete der Niedersächsische Landesvorsitzende des DJV, Dr. Frank Rieger, bei einer Kundgebung am Steintor in Hannover das vorliegende Verhandlungsangebot des Bundesverbandes der Zeitungsverleger. Die Kolleginnen und Kollegen in den Verlagen hätten Jahre lang Lohnverzicht geübt und hingenommen, dass sie immer mehr Aufgaben wie Fotografieren oder Filmen übernehmen mussten. Rieger ist ärgerlich: „Ein Angebot von zwei Prozent Lohnsteigerung deckt nicht einmal die Inflationsrate.“ Der DJV fordert von den Arbeitgebern 7,5 Prozent mehr Lohn.
Die  Frustration bei den Kolleginnen und Kollegen sei riesengroß. „Wir arbeiten bis spät in die Nacht, an Feiertagen und Wochenenden damit die Leser eine qualitativ hochwertige Zeitung erhalten. Dafür wollen wir auch eine angemessene Bezahlung erhalten“ sagte Rieger und forderte die Verleger auf, zügig ein ernst zu nehmendes Verhandlungsangebot vorzulegen.

Ihre Meinung interessiert uns

Schreiben Sie uns Ihre Meinung an mailto:kontakt(at)djv-niedersachsen.de.